Dienstag, 1. Oktober 2013

Ein stressiger, aber erfolgreicher Tag

Am Freitag gab es für Irene und mich viel zu erledigen. Nach dem Frühstück trafen wir uns um 10 Uhr mit unseren beiden Tutorinnen, die dann mit uns zum Rathaus gefahren sind, damit wir uns dort registrieren lassen konnten. Außerdem haben wir noch unsere japanische Krankenversicherung beantragt. Eigentlich habe ich ja bereits eine in Deutschland abgeschlossen und ich wollte auch keine zweite dabei nehmen, aber es wurde uns dringend empfohlen, uns auch in das japanische Krankenversicherungssystem einzuschreiben und da es für das gesamte Jahr, welches wir hier verbringen, umgerechnet knapp über 10 € kostet, haben Irene und ich uns doch dazu entschieden, diese Versicherung zusätzlich abzuschließen. Bei diesem Betrag kann man eine zweite Krankenversicherung verkraften. ^^"
Da unsere Tutorinnen uns geholfen haben und wir bereits nach unserer Ankunft alle nötigen Formulare inklusive Muster, wie wir sie auszufüllen haben, erhalten hatten, ging sowohl die Registrierung, als auch die Beantragung der Versicherung sehr schnell. Immerhin waren Irene und ich so brav gewesen und hatten alle Unterlagen bereits vorher ausgefüllt. :)

Hier sieht man Irene, ihre Tutorin Natsumi und mich nach erledigter Arbeit im Rathaus.

Und hier sind Irene und ich erneut zu sehen, dieses Mal jedoch mit meiner Tutorin Rie.

Als wir danach wieder im International House angekommen waren, wartete bereits ein Japaner von einem Internetanbieter auf uns. Unser Hausmeister erklärte uns, dass der Herr uns Internet auf den Zimmern anbieten könnte. Gerne hörten wir dem Herrn zu und letztendlich unterschrieben wir den Vertrag für das Internet, was uns monatlich um die 20 € kostet. Aber als kleines Geschenk werden uns drei Monate geschenkt! Wuhuuu! Das ist doch sehr nett! :) Und laut dem Herrn könnten wir das Internet schon am Abend nutzen! Das nenn ich mal einen Service!

Um 14 Uhr hatten wir dann noch in der Uni eine Informationsveranstaltung über die verschiedenen Kurse, die entweder obligatorisch für uns sind oder aber die, zwischen denen wir auswählen können. Anschließend sollten wir entscheiden, welche der Kurse, die uns zur Verfügung stehen, belegen möchten. Ich habe mich für drei Kurse entschieden:
1. Informationen generell über Japan,
2. Informationen über Okinawa,
3. Besonderheiten der okinawanischen Kultur.
Es stand auch noch Business-japanisch zur Verfügung, was ich auch sehr interessant fand. In diesem Kurs wird sehr viel Keigo (höfliche Sprache) behandelt. Auch wenn das kein Thema ist, was ich besonders gerne durchnehme, so ist es doch ein ziemlich wichtiger Teil der japanischen Sprache. Wenn man später in eienr Firma arbeiten sollte, kann es nur noch Vorteil sein, Keigo gut zu beherrschen. Allerdings wollte ich mir jetzt erstmal im ersten Semester nicht zu viel vornehmen und da mir erklärt wurde, dass dieser Kurs auch wieder im nächsten Semester angeboten wird, werde ich ihn wohl dann nehmen. Bis dahin werde ich mich hier sicher auch noch besser eingelebt haben. :) 

Gegen Abend haben wir uns dann mit unseren beiden Jungs getroffen, da unser Hausmeister uns gesagt hat, dass die deutschen Austauschstudenten, die vor uns auf Okinawa gewesen waren, uns einige Sachen hier gelassen hätten. Nun wollten wir die Kisten gemeinsam durchschauen und die Sachen aufteilen. Das Ganze sah dann so aus:

Ein Haufen Kartons mit nützlichen Dingen.

Alles konnten wir natürlich nicht gebrauchen, aber letztendlich waren wir doch schon um einige nützliche Dineg reicher: Ein Reiskocher, ein Wasserkocher, Besteck, Handtücher, Teller, Schüsseln, Pfannen, Töpfe,... Die ganzen Kartons nachzuschauen war zwar eine Menge Arbeit, aber es hat sich definitiv gelohnt. :)

Nach der Wühlaktion sind wir dann mit Laurin und Christian zu einem Drogeriemarkt gegangen, den wir noch nicht kannten. Dabei handelt es sich um den "Drugstore Mori".

Das ist der schöne Drogeriemarkt. :)

Der Eingang.

Das Logo des Marktes. Es soll wohl ein Apfel sein. ^^°

Diese wunderbaren Automaten stehen im Eingangsbereich des Drogeriemarktes. 

Und besonderes dieser Automat hat es uns angetan! *___* Pokémon!

Ein kleines Beweisfoto von unserer neuen Sucht! Diese wunderbaren Pokémon-Anhänger können an diesem Automaten gezogen werden. ^^

Und wo wir gerade bei den Drogeriemärkten sind... ich muss wirklich sagen, dass echt einige Dinge anders hier in Japan sind, als in Deutschland. Da ich nur ein kleines Fläschchen Haarshampoo mitgenommen hatte, musste ich mir nun neues Shampoo kaufen. Leichter gesagt als getan... In japanischen Drogeriemärkten sucht man sich dumm und dusselig, wenn man eine Flasche Haarshampoo haben möchte! Warum? Weil das Shampoo bei denen nicht in diesen Flaschen ist, wie wir es kennen (manchmal schon, aber dann bezahlt man auch mehr als 4 € dafür), sondern in Tüten, die aussehen, als wäre darin Flüssigseife. Man muss sich also erst eine Art Seifenspender kaufen, um darin das Shampoo umzufüllen. So sieht das Ganze dann aus:

Spender und Haarshampoo.

Zum Glück war bei diesem Einkauf meine Tutorin dabei, die uns dieses System erklärt hat, denn sonst hätten wir vermutlich noch lange nach einer normalen Flasche mit Shampoo suchen können. ^^"
Neben dem Mori-Store gibt es noch einen weiteren Drogeriemarkt namens "DrugEleven", der eine wunderbare 100 Yen-Ecke hat. Alle Sachen dort kostet entweder 100 oder 105 Yen, was umgerechnet ungefähr 90 Cent sein dürften. Außerdem gibt es ein Stück weiter auf dieser Straße einen Supermarkt namens "Union", wo man alles Notwendige für den Alltag bekommt. Leider ist auch dort das Gemüse und Obst sehr teuer. Dies scheint aber normal hier in Japan zu sein. Auch in dem großen Einkaufszentrum von Nishihara ("Nishihara City"), in dem man nicht nur einen Supermarkt, sondern auch ein Elektro-Geschäft, eine Schmuckabteilung, einen Kosmetikladen, Klamottenläden und andere weitere Geschäfte finden kann, ist das Gemüse und Obst im Vergleich zu Deutschland unglaublich teuer. Nahezu 2 € für drei Kartoffeln ist doch ganz schön viel, wie ich finde. ^^"

So viel erstmal zu den Einkaufsmöglichkeiten hier in der Umgebung. Es lässt sich hier eigentlicht sehr gut leben, die meisten Märkte sind in der Nähe. Sowohl der Mori-Store, als auch DrugEleven sind ungefähr 20 Minuten Fußweg entfernt. Der Supermarkt Union liegt etwas 25 Minuten entfernt. Das Einkaufszentrum Nishihara City ist leider weiter entfernt und man muss entweder mit dem Bus hinfahren (wir müssen noch herausfinden, wie genau wir fahren müssen) oder man fragt seine Tutor, ob er mit einem mit dem Auto dorthin fährt.

Nun gut, nachdem Laurin und Christian uns aber erstmal den Mori-Store gezeigt hatten, entschieden wir uns dazu, gemeinsam zu Abend zu essen. Da sozusagen genau gegenüber von Mori ein Internetcafé und ein kleines Restaurant sind, wollten wir in dem Restaurant essen.

Das ist das Schild des Restaurants. Darauf steht "Daigaku" und heißt auf Deutsch "Universität". Lustig, dass ein Restaurant so heißt, aber viele Studenten hat man dort nicht gesehen.

Hier sind unsere beiden Jungs. Sie sehen wirklich etwas geschafft aus, oder?


Das war mein Essen. Soba-Chanpuru. Soba sind Nudeln und Chanpuru bedeutet soetwas wie: vermischen.

Irene's Essen: Toufu-Chanpuru

Nach dem sättigenden und leckeren Abendessen kehrten wir dann ins International House zurück, wo wir schließlich auch gleich unser Internet austesteten. Und es funktionierte! Seitdem sind wir nun also auch wieder mit der Außenwelt verbunden und können zu Freunden und Familie Kontakt aufnehmen. :)

Insgesamt war es ein relativ stressiger Tag, aber wir haben dennoch viel erledigen können. :) 

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Dinge erwähnen, die mir und Irene hier auf Okinawa mal so aufgefallen sind. Zum einen gibt es sehr viele rechteckige Autos. Kein Witz! Schaut:
Schau mal, Opa, das Auto sieht doch aus, als hätte man es hinten abgeschnitten, nicht wahr? 

Und noch so ein eckiges Auto. Solche Autos sieht man fast nur in Japan. ^^"

Dieses Auto musste ich einfach fotografieren, denn auf dem Armaturenbrett sind ganz viele Pikachus! *___*

Außerdem sind uns diese Schilder aufgefallen, die man beinahe an jeder Straßenecke findet. Sie weisen auf Hydranten hin, mit denen man Feuer löschen kann. 

Außerdem gibt es hier auf Okinawa ganz viele Libellen. Meistens draußen, aber diese hier hat sich ins International House verirrt.

So, das war's dann auch wieder erstmal. Am Wochenende findet an der Uni ein Fest namens "Ryudaisai" statt. Ryudai ist die Abkürzung für Ryukyudaigaku, also Universität von Ryukyu, und das sai steht für "Fest". Davon werde ich dann im nächsten Eintrag berichten. :) Bis bald!

4 Kommentare:

  1. Interessanter als die Bild-Zeitung. Weiter so.

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    1. Ich möchte doch hoffen, dass das interessanter als die Bild-Zeitung ist. ;) Es freut mich aber sehr, dass ihr meinen Blog verfolgt. :) Liebe Grüße an alle!

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  2. Pokémon !!!!!!!!! ������

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