Sonntag, 7. September 2014

Die letzten Tage auf Okinawa und die Rückkehr nach Deutschland

Meine verbleibende Zeit auf Okinawa neigte sich so langsam aber sich dem Ende zu und es gab viel zu tun. Nicht nur galt es, das ganze Zimmer aufzuräumen und seine Sachen zu packen, sondern ich war auch noch einmal viel unterwegs, um vorerst zum letzten Mal ein paar Leute zu treffen.

Zu meinem persönlichen letzten Sanshin-Kurs habe ich Bratwürste mitgebracht, die ich in einem kleinen internationalen Laden im Einkaufszentrum in Naha gekauft hatte. Der Grund dafür war eine Unterhaltung, die ich bei unserer Sanshin-Feier vor wenigen Wochen mit Maeda-san geführt hatte:

Maeda-san: Sorry, aber ich muss noch einmal fragen, woher du kommst.
Ich: Aus Deutschland.
Maeda-san: Oh! Hast du Würstchen dabei?
Ich: Eh? Nein, gerade nicht.
Maeda-san: Schade. Aber wenn du nochmal nach Okinawa kommst, bring ein paar Würstchen mit!

Es ist wirklich immer wieder lustig, dass Japaner immer Würstchen und Bier mit Deutschland verbinden. Ahahaha! Und weil Maeda-san sich nun einmal Würstchen gewünscht hatte, habe ich kurzerhand ein paar Bratwürste in dem internationalen Laden gekauft. Wie erwartet hat Maeda-san sich riesig gefreut und ist sogleich in die angrenzende kleine Küche gelaufen, um sich eine Pfanne zu schnappen und die Würstchen zu braten. Die zwölf Würste, die wir hatten, haben wir noch einmal in der Mitte geteilt, sodass wir insgesamt 24 kleine Würstchen hatten und jeder davon essen konnte. Aus zwei kleinen Würstchen hat Maeda-san auch die berühmten kleinen Oktopusse gemacht, die man in Japan häufig aus kleinen Wiener-Würstchen macht! Sie sahen auf jeden Fall sehr hübsch aus, denn Maeda-san hat ihnen sogar ein Gesicht verpasst. ^^

 Das war am Mittag des Tages. Es ist interessant, dass man am Himmel gleichzeitig dunkle, als auch helle Wolken sieht. Und dazu einen blauen Himmel. ^^

Und hier ist Maeda-san, als er gerade die Würstchen anbrät. ^^

Das waren die zwei kleinen Würstchen-Oktopusse! Leider sieht man die Gesichter nicht so gut. ^^"

Kouta probiert vorab, damit wir auch wissen, ob die Würstchen auch schmecken. :)

Kyo hat sich auch riesig über die Würstchen gefreut! ^^

 Yilin und Yona (beide aus Taiwan). ^^

Und ein kleines Gruppenbild mit Yilin, Yona, Kyo und mir. ^^

Es war ein wirklich schöner Abend und wir hatten viel Spaß! Die Würstchen haben auch allen geschmeckt und vor allen Dingen auch Osamu-san hat sich darüber gefreut, da die Würstchen bei ihm Erinnerungen an Deutschland weckten. :)
Leider ging der Abend zu schnell vorbei und letztendlich ging dann auch mein letzter Sanshin-Unterricht zu Ende. Dennoch werde ich natürlich in Deutschland weiterhin fleißig üben, damit ich irgendwann wieder mit Kouta und Osamu-san zusammen spielen kann. ^o^

Zu meinen letzten Ausflügen auf Okinawa zählte auch ein Treffen mit den beiden Japanerinnen Chiho und Risa, mit denen ich zunächst in den Süden Okinawas gefahren bin, um dort in einem kleinen Café mit Meeresblick eine leckere Süßspeise zu vernaschen und mit den beiden zu reden. Chiho hat unter anderem das okinawanische Festival der Jugendlichen in Deutschland mit organisiert und sie war auch einige Tage in Deutschland, als das Fest Anfang August stattgefunden hatte. Mehrmals habe ich mich mit ihr getroffen, um ihr bei den Vorbereitungen zu helfen und ihr ein paar Auskünfte über Düsseldorf zu geben. Sie erzählte Risa und mir daher viel, was sie in Deutschland erlebt hatte und wie das Festival war. Alles war gut gelaufen und sie hatten viel Spaß gehabt, was mich natürlich sehr freute.
Anschließend sind wir drei nach Naha gefahren, um dort ins Kino zu gehen. Wir sahen uns den ersten Teil von „Rurouni Kenshin“ an. Dieser Film basiert auf einem Manga, den ich leider nicht kenne, allerdings habe ich mich ein wenig im Internet über die Handlung schlau gemacht. Kurz gesagt: es geht um einen Samurai in der Meiji-Zeit, der sich aufgrund einiger tragischer Ereignisse schwört, nie wieder einen Menschen zu töten. Dann aber taucht ein grausamer Bösewicht auf und Rurouni Kenshin, so der Name des Samurai, ist der Einzige, der ihn stoppen kann…
Der Film wurde leider in zwei Teile aufgeteilt und der zweite Teil kam leider erst am 13.09.2014 in die Kinos, sodass ich ihn in Japan nicht mehr schauen konnte, doch ich werde den Film sicherlich auf DVD später bestellen können. Die Geschichte war wirklich spannend, auch wenn es nicht ganz so einfach war, alles zu verstehen, da die Sprache während der Meiji-Zeit sich ein wenig vom heutigen Japanisch unterscheidet. Es wird viel höflicher gesprochen und einige Wörter werden heutzutage kaum mehr verwendet, sodass ich manchmal Schwierigkeiten hatte, bei jedem Gespräch folgen zu  können, doch alles in allem habe ich die Handlung verstanden. :)

Das war das Café, zu dem wir gefahren sind. ^^

Und hier Risa (vorne) und Chiho (hinten). ^^

Und das war meine Süßspeise: süße, rote Bohnen in Kokosmilch und mochi (Süßigkeit aus Reis)! Und ein Ausblick aufs Meer. ^^

Und das war der Film, den wir gesehen haben! ^^ Er war wirklich toll! Ich möchte den zweiten Teil sehen! T.T

Der Tag mit Chiho und Risa war wirklich sehr schön und ich habe sogar von Chiho noch ein kleines Souvenir aus Bolivien bekommen, da sie nach der Reise nach Deutschland auch noch nach Bolivien geflogen ist! ^^ Risa und Chiho sind wirklich sehr, sehr nett und ich hoffe, dass ich die beiden eines Tages noch einmal wiedersehen werde!

Und hier die kleinen Souvenirs von Chiho! ^^

Eigentlich hatte ich noch mit Yasuha geplant, zusammen ein letztes Mal ins Kino zu gehen und uns den Film „Lupin 3rd“ (ルパン三世) zu schauen, da dort Oguri Shun, einer meiner Lieblingsschauspieler, mitspielt. Wir hatten uns schon Karten vor der Premiere gekauft, doch leider kam ein wichtiger Termin bei Yasuha dazwischen, sodass sie an dem Samstag leider nicht mit ins Kino gehen konnte. Da wir aber nun zwei Karten hatten, bin ich schließlich mit Yilin ins Kino gegangen. Zunächst sind wir ein wenig in Naha herumgelaufen, ehe wir später zu Abend gegessen haben und ins Kino gegangen sind. Der Film war wirklich gut, auch wenn er stellenweise unrealistisch war, aber da er ebenfalls auf einem Manga beruht, sollte man das alles nicht ganz so ernst nehmen. ^^ Ich hoffe sehr, dass man diesen Film auch hier in Europa zumindest bestellen kann, denn ich würde ihn gerne noch einmal sehen. :)

Diesen kleinen Käfer habe ich am Morgen im Treppenhaus gesehen. Süß, oder? ^^

Das war mein Abendessen: Miso-Nudelsuppe mit viel Gemüse und etwas Fleisch! Sehr lecker! ^^

Und das war Yilin mit ihrem Abendessen: Gemüse-Nudelsuppe. :)

Und das Filmplakat zum Film! Es war großartig! ^o^

Diese Klarsichthülle von Ruruoni Kenshin habe ich mir an diesem Abend noch als Andenken mitgenommen. :)


Diese Hülle und das Foto habe ich als Geschenk von Yilin erhalten. Das Foto ist im Oktober letzten Jahres entstanden und es war der erste Ausflug, wo Yilin und ich mit Freunden gemeinsam unterwegs waren. ^^

Diese beiden süßen shîsâ habe ich von Yasuha bekommen! Sie sind echt süß! ^^

Ein weiteres Treffen gab es mit ein paar meiner Austauschstudenten, die Yilin und ich zu einem Mittagessen eingeladen haben. Neben Kartoffelsalat und Würstchen (Yilin wollte unbedingt lernen, wie man Kartoffelsalat macht), gab es noch Salat, Nudeln mit einer Tomatensoße und etwas Hähnchenfleisch. Gemeinsam mit Timmi (Australien) und Mukin (China) haben wir zu Mittag gegessen und dabei noch viel geredet. Es war ein schöner Nachmittag und ich werde die drei vermissen! Aber sicherlich werden wir uns einiges Tages noch einmal wiedersehen: :)

Unsere kleine Runde: (von rechts nach links) Yilin, Timmi, Mukin und ich. ^^

Am letzten Tag vor meiner Abreise, am 02.09.2014, gab es dann noch eine kleine Party am Abend, denn Osamu-san hatte Geburtstag! Am Vortag hatte ich in einer Bäckerei einen Kuchen für ihn bestellt, den Daniel nach der Arbeit mit dem Auto für mich abgeholt hat. Gemeinsam mit ein paar Leuten, die Zeit hatten, haben wir im Conference Room alles für die kleine Party vorbereitet. Neben Getränken gab es auch noch ganz viele Süßigkeiten und Kouta hat sogar selbstgemachten Taco-Reis mitgebracht! Da ich Osamu-san offiziel erzählt hatte, dass ich eine kleine Abschiedsfeier machen wollte und er somit dachte, es wäre meine Feier, kam er ein wenig später (ich hatte ihn zu der „Abschiedsparty“ eingeladen), weshalb wir etwas warten mussten, bevor die Party beginnen konnte. Die Idee mit der „Abschiedsparty“ hatte Daniel gehabt und es hat prima funktioniert!
Als Osamu-san letztendlich kam, habe ich den Kuchen aus meinem Zimmer geholt, wo wir ihn zwischenzeitlich im Kühlschrank gelagert hatten. Anschließend überraschten wir Osamu-san dann mit Kuchen und lautem „Happy-Birthday“-Gesang! Unser lieber Hausverwalter hat sich riesig über diese Überraschung gefreut, was unsere Mühen natürlich ausgezahlt hat. ^^

Die ersten Leute sind da und der Tisch ist soweit gedeckt. :)

Die ersten Süßigkeiten liegen zum Vernaschen bereit. ^^

So sah der Himmel an dem Abend aus. Schön, oder? :)

Osamu-san erhält seine ersten Geschenke: Schokolade und ein Täfelchen, auf dem alle eine nette Nachricht geschrieben haben. ^^

Und hier der Geburtstagskuchen von Osamu-san: Schokolade mit Kokos. ^^

Und das war der leckere Taco-Reis von Kouta. ^^

Auf der Tafel haben wir "Happy Birthday" in ganz vielen verschiedenen Sprachen geschrieben. :)

Und hier Osamu-san mit seinem Kuchen. ^^

Nannan, Osamu-san und Kouta! ^^

Und ein letztes Abschiedsfoto mit Osamu-san in seinem Büro. :)

Es war ein sehr schöner, letzter Abend für mich auf Okinawa und wir hatten viel Spaß! Für mich war es vor allen Dingen toll, dass ich meinen letzten Abend auf Okinawa gemeinsam mit so netten Menschen verbringen konnte. Es war also auch gleichzeitig eine schöne Verabschiedung und ich konnte mich für meine Rückreise innerlich rüsten. ^^

Um ein Uhr in der Nacht ging ich an jenem Abend zu Bett und um 4 Uhr klingelte bereits mein Wecker wieder. Um 8:05 Uhr ging mein Flug von Naha nach Tokyo und um 5:45 Uhr morgens wollte Daniel mich am International House abholen, da er mich netterweise zum Flughafen bringen wollte, nachdem ich ihn einmal gefragt hatte, ob er mich fahren könnte. Als Dankeschön habe ich ihm einen Strap gekauft, den er an seine Tasche für seine Ukulele machen kann, um sie zu tragen. Er fand meinen Strap so schön, den ich für die Sanshin habe,  und deshalb habe ich ihm als Dankeschön fürs Fahren einen gekauft. :)
Nachdem ich also um 4 Uhr aufgestanden war, sprang ich hastig unter die Dusche, besorgte mir im Konbini etwas zum Frühstück und brachte dann den letzten Müll weg, sodass mein Zimmer komplett ausgeräumt war. Um kurz vor fünf traf ich mich mit Irene, damit wir gemeinsam unser Gepäck nach unten tragen konnten. Dort warteten wir schließlich auf Daniel, der von Jamson ein größeres Auto geliehen bekommen hat, damit er Irene ebenfalls mit zum Flughafen nehmen konnte.
Pünktlich um 5:45 Uhr kam dann nicht nur Daniel mit dem Auto, sondern auch Kouta und Laura kamen, da sie mir gesagt hatten, sie wollten mich zum Flughafen begleiten, worüber ich mich sehr gefreut habe! Zu fünft fuhren wir schließlich los und kamen schon gegen ungefähr halb sieben am Flughafen an, wo wir zunächst unser Gepäck eincheckten. Daniel verabschiedete sich bereits vor dem Eingang, da er mit dem Auto nicht lange dort stehen bleiben konnte. Das Geschenk, welches ich ihm dann gegeben hatte, hat ihm aber gut gefallen und er hat sich sehr darüber gefreut. :)
Kouta und Laura haben uns dann noch bis zur Sicherheitskontrolle begleitet. Und dort erwartete mich dann noch eine Überraschung, denn plötzlich kam auch Maeda-san angelaufen, der sich ebenfalls noch von mir verabschieden wollte! Ich fand es total schön, dass drei Leute (Laura, Kouta und Maeda-san) so früh aufgestanden sind, um mich zum Flughafen zu begleiten! Das hat mich wahnsinnig gefreut und es war wirklich der beste Abschied, den ich mir hätte vorstellen können! ^___^ Ich werde sie alle vermissen! T^T

Laura und ich vor der Sicherheitskontrolle. :)

Und hier die drei Lieben, die mich am Flughafen verabschiedet haben: Laura, Maeda-san und Kouta! ^^

Dann aber ging es schließlich durch die Sicherheitskontrolle und zum Gate, wo wir noch ein wenig warten mussten, bevor wir an Bord der Maschine gehen konnten. Meine Sanshin konnte ich leider nicht mit in die Maschine nehmen, doch ANA, die Fluggesellschaft, mit der wir nach Tokyo geflogen sind, hat das Instrument kostenfrei im Frachtraum verstaut.
Der Flug von Naha bis Tokyo dauerte ungefähr 2 ½ Stunden und war sehr angenehm und auch sehr schnell vorbei, da ich die meiste Zeit gedöst habe, da ich nicht wirklich viel und gut geschlafen hatte. ^^“
In Tokyo musste ich dann meine Sanshin abholen, ehe wir mit einem Shuttle-Bus zum internationalen Flugbereich fahren mussten. Dort mussten wir uns dann bei der Lufthansa erkundigen, ob wir das Instrument mit ins Flugzeug nehmen konnten. Leider hatten wir hier beide viel Pech, denn nicht nur mussten wir beide die Instrumente abgeben, sodass sie in den Frachtraum kamen, sondern wir mussten sie auch noch als drittes Gepäckstück anmelden, d.h. wir mussten zusätzlich noch einmal rund 130 € bezahlen. Das ist natürlich ärgerlich, aber da uns keine andere Wahl blieb, haben wir natürlich das Geld bezahlt.
Anschließend hatten wir noch gut 2 Stunden Aufenthalt am Haneda-Flughafen in Tokyo, die wir dazu nutzten, eine Kleinigkeit zu essen und uns am Flughafen ein wenig umzuschauen. Danach begaben wir uns erneut durch Sicherheitskontrollen, um dann am Gate zu warten, wo bereits die Crew unserer Maschine versammelt war. Für mich war es wirklich nach einem Jahr in Japan ein komisches Gefühl, so viele Deutsche auf einen Haufen in Japan zu sehen und auch wieder Deutsch zu hören. Irgendwie war es ein komisches Bild, was sich mir da bot. ^^“

Und hier unser Flugzeug, welches uns nach Tokyo gebracht hat.

Diese schöne Aussicht hatten wir aus dem Fenster während des Fluges nach Tokyo. ^^

Schön, nicht wahr? ^^

Der blaue Himmel über einem und das blaue Meer unter einem. ^^

Und das war der Flughafen in Haneda. ^^

In dieser Halle waren alle Schalter, wo man das Gepäck abgeben konnte.

Mein kleines Mittagessen: Toast mit Käse und Schinken, einer Maissuppe und Eistee. ^^

Von einer Aussichtsplattform aus haben wir ein wenig beobachtet, wie Flugzeuge starteten und landeten. ^^

Und so sah der Geschäftsteil des Flughafens aus. Alles sehr stereotypisch, aber schön. ^^

Diese kleinen Windspiele hingen an sehr vielen Läden. ^^

Auch die bekannten Lampions waren oft zu sehen. ^^

Schließlich ging es dann an Bord der Maschine und der lange Flug nach Deutschland begann…
Die Zeit habe ich mir größtenteils mit Filmen („Rapunzel-Neu verföhnt“ und „Malificent“) und Musik (sie hatten Foreigner!!) vertrieben. Und natürlich habe ich immer wieder zwischendurch gedöst. Da wir jedoch mit der Sonne geflogen sind, hatten wir während unseres 11-stündigen Fluges kein einziges Mal Nacht und wir konnten lediglich die Schalusien an den Fenstern herunter machen.
Nach gut 11 Stunden kamen wir dann aber endlich in Frankfurt an und landeten dort sicher um 18:15 Uhr. Rasch ging es aus der Maschine hinaus, durch die Passkontrolle und schließlich zu den Gepäckbändern, wo wir unser Gepäck abholten. Anders als in Japan muss man leider in Deutschland für die kleinen Gepäckwagen 2 € Pfand einwerfen, doch da ich leider nur Yen in meiner Tasche hatte, mussten wir unser ganzes Gepäck dann mit reiner Körperkraft bis zum Ausgang schleppen, wo mich dann jedoch schon meine Familie und liebe Bekannte erwarteten. Nach einer freudigen Begrüßung ging es dann aber langsam Richtung Heimat, doch auf der Autobahn erwartete uns dann noch eine böse Überraschung, denn auf der A3 hatte es einen schweren Unfall gegeben, bei dem auch Rettungshelikopter zum Einsatz kamen. Zum Glück konnten wir noch bei einer Abfahrt abfahren, denn sonst hätten wir sicherlich bis morgens um 6 Uhr im Stau gestanden, weil die Autobahn von beiden Seiten gesperrt war. So aber machten wir einen 20-kilometer langen Umweg durch Oberbrechen und Limburg, ehe wir wieder auf die Autobahn kamen und Richtung Schiefbahn fahren konnten. Kurz vor ein Uhr in der Nacht waren wir dann endlich Zuhause angekommen und dank Opa gab es dann noch ein kleines Nachtmahl, welches aus Würstchen mit Kartoffelsalat bestand. :)

Und hier unsere Crew unserer Flugzeuges. :)

Ich hatte genau den Fensterplatz hinter den Flügeln der Maschine! So konnte man immer gut beobachten, wie diese gesteuert wurden! ^o^

Und hier das Mittagessen: Reis mit gebratenem Rindfleisch, Salat, Sushi, Obst, ein Brötchen und Orangensaft. Wie immer konnte man zwischen einem europäischen und asiatischem Menü wählen. :)

Welch ein schöner Ausblick man von dort oben hat. Die maximale Flughöhe betrug etwa 11.800 Meter.

Überall sah man fluffige, weiße Wolken. ^^

Und hier das Abendessen: Reis mit gebratenem Lach, Gemüse, Brötchen und einem Apfelstrudel mit Vanillesoße. ^^

Langsam aber sicher wird die Flughöhe verringert und man erkennt gut wieder Land unter sich. ^^


Und so endete dann schließlich mein großes Abenteuer in Japan und ich war wieder im kleinen Schiefbahn angekommen. ^^

Und hier mein Eskorte, die mich am Flughafen abgeholt hat. :)

Das Jahr in Japan war wirklich unvergesslich toll und ich habe nicht nur viel gelernt, sondern auch unglaublich großartige Menschen kennen gelernt, die ich sicherlich niemals vergessen werde! Natürlich hoffe ich, dass ich viele von ihnen irgendwann einmal wiedersehen werde. Ein paar der japanischen Studentinnen, die Deutsch studieren und mit denen ich zusammen geübt habe, kommen auch nach Deutschland, um ein Jahr oder länger hier zu verbringen. Darauf freue ich mich ganz besonders, denn nun kann ich mich für ihre Hilfe in Japan revanchieren und ihnen Deutschland zeigen. :)
Es ist schwer, die Erlebnisse eines Austauschjahres in Worte zu fassen, doch ich denke, dieser gesamte Blog zeigt gut, was ich alles erlebt habe und wie toll das Jahr für mich war. ^^ All die harte Arbeit, um einen Austauschplatz in Japan zu bekommen, hat sich voll und ganz ausgezahlt und ich bin froh, den Platz auf Okinawa bekommen zu haben.

Okinawa ist mittlerweile zu meiner zweiten Heimat geworden und ganz sicher werde ich eines Tages noch einmal dorthin reisen! ^^o Wartet also auf mich, meine lieben Freunde dort!!