Letzten Freitag war mal wieder ein relativ stressiger, aber dafür
wirklich toller Tag. Nach dem Unterricht, der für Irene und mich um 11:50 Uhr
endete, begaben wir uns zu der kleinen Infoveranstaltung für die
deutschlernenden Japaner, zu der Herr Weber uns eingeladen hatte. Dort
angekommen wurden wir von den Japanern erstmal genau gemustert (immerhin findet
man sonst auf Okinawa selten Deutsche). Man kam sich ein bisschen wie ein Tier
im Zoo vor, aber irgendwie war das auch lustig. Wir sollten uns zunächst einmal
auf Deutsch vorstellen und wir wurden sogleich als mögliche Tandempartner von
Herr Weber angeboten. Da uns die meisten Japaner aber erstmal mehr oder minder
schüchtern anschauten und sich nicht einmal trauten gemeinsam „Guten Morgen“ zu
sagen, um uns zu begrüßen, stellte auch keiner Fragen an uns, sodass wir
letztendlich ein wenig vom Leben in Düsseldorf erzählen sollten. Anschließend
wurden ein paar Dinge von Herrn Weber und einem seiner Kollegen vorgestellt.
Unter anderem ein viertägiger Ausflug im März nächsten Jahres, bei dem so
ungefähr 40 Leute in ein kleines Camp im „Dschungel“ (so nennt Herr Weber es
immer) im Norden von Okinawa fahren und dort vier Tage lang Deutschunterricht
machen (mehr oder weniger, denn es soll dort kein strenger Unterricht
stattfinden, sondern es soll locker sein), deutsches Essen zubereiten, Spiele
spielen und und und… Wir Deutschen sind herzlich eingeladen mitzukommen, damit
wir mit den Japaner auch fleißig üben können. Umgerechnet kostet das Ganze so
um die 80 €, aber Herr Weber meinte, dass er den Preis für uns deutsche
Austauschstudenten meist immer noch runterhandeln kann, sodass wir vielleicht
nur die Hälfte zahlen müssen. Dieser Ausflug klingt auf jeden Fall sehr
spannend und Irene und ich überlegen ernsthaft da mitzumachen. :) Wir werden
sehen, noch ist ja Zeit bis dahin.
Außerdem wurde den Japaner ein einmonatiger Ausflug nach Deutschland
angeboten. Sie unternehmen dann zwei Wochen lang Reisen durch Deutschland, ehe
die Studenten zwei Wochen Zeit haben, um auf eigene Faust zu reisen. Das Ganze
kostet ihnen jedoch ungefähr 4.000 €! Eine ganze Menge Geld für einen Monat
Deutschland! Das können sich wirklich nur die Reichen leisten… aber an sich
finde ich die Idee toll, den japanischen Studenten so einen Ausflug anzubieten.
:)
Nach der Veranstaltung kamen schließlich doch zwei Mädchen auf Irene
und mich zu und haben uns um unsere E-Mail-Adressen gebeten, da sie gerne mit
uns gemeinsam lernen möchten. Sie haben auf jeden Fall einen sehr sympathischen
Eindruck gemacht. Ich bin also sehr gespannt, was daraus wird. ^^
Nach der Veranstaltung trafen wir uns mit Irenes Tutorin, mit der wir
zum Postamt gefahren sind, um dort das Geld für unsere Krankenversicherung zu
bezahlen. Anschließend haben wir noch andere kleine Dinge im großen
Einkaufszentrum erledigt, bevor es dann am Nachmittag zum International House
zurückging. Dort angekommen bereiteten Irene und ich dann auch alles für die
Curry-Reis-Party vor, die am Abend stattfinden sollte. Wir hatten zwei
Taiwanesinnen und eine Australierin (deren Eltern aber ursprünglich aus
HongKong kommen) eingeladen. Wir haben uns die ganze Zeit schon sehr gut mit
ihnen verstanden, weshalb wir die Initiative ergriffen hatten und sie zu uns
eingeladen hatten, um gemeinsam Curry-Reis zu machen und einen netten Abend zu
verbringen. Timmi, unsere Australierin, brachte sogar noch Gyouza und Salat
mit, sodass wir reichlich für diesen Abend versorgt waren. Während wir also mit
fünf Leuten auf dem Zimmer hin und her wuselten und das Curry zubereiteten,
wurde viel geredet und gelacht. Insgesamt war es wirklich ein richtig toller
Abend! Wir hatten sehr viel Spaß und wurden auch gleich von Timmi eingeladen,
am nächsten Freitag alle in das Wohnheim zu kommen, wo sie wohnt, sodass wir
dort gemeinsam Gyouza machen können. :) Darauf freue ich mich jetzt schon.
Außerdem hatten Irene und ich noch ein paar Süßigkeiten gekauft, sodass
wir im Anschluss an das leckere Abendessen eine gemütliche Yuntaku machen konnten. Yuntaku
ist das okinawanische Wort für shaberi und
das bedeutet so viel wie „reden“. Die Idee, die dahinter steckt, ist: man setzt
sich zusammen (die Gruppe besteht dabei entweder nur aus Mädels oder nur aus
Jungs), nascht Süßigkeiten und redet ganz viel über alles Mögliche. Den Begriff
haben Irene und ich aus der japanischen Serie Churasan, die wir während des letzten Semesters geschaut haben. :)
Diesen Begriff haben wir dann auch den anderen beigebracht und wir hoffen, dass
wir mit ihnen noch viele yuntakus
machen können. ^____^
Unsere Gäste! (von links nach rechts: Shen, Timmi und Ya-yun)
Hier ein Bild, welches Irene geschossen hat. :)
Unser Curry! *___* Yummy!
Und so sah es dann aus, als es fertig war! ^o^
Ya-yun und Timmi. Sie sind beide sehr fröhliche und lustige Menschen. :)
Irene und unsere Gäste. Bevor wir gegessen haben, mussten einfach noch ein paar schöne Fotos gemacht werden. :)
Uuuuund ein Gruppenfoto mithilfe des Selbstauslösers der Kamera von Ya-yun! ^___^
Den Samstag haben Irene und ich ruhig verbracht und sind nur neues
Gemüse und Obst einkaufen gegangen. Allerdings haben wir nun eine
Aussichtsplattform bei einer kleinen Erkundungstour entdeckt, von der man das
Meer aus sehen kann. Leider war der Himmel nicht ganz klar, weshalb ich beim
nächsten Mal Fotos davon machen werden. :) Aber dafür gab es ein sehr leckeres
Frühstück mit Spiegelei und Rührei!
Hmmm, ein richtiges Sonntagsfrühstück (auch wenn wir es Samstag gegessen haben XD)!
Sonntag wurde es dann jedoch sehr spannend bei uns, denn am Wochenende
fand in Naha das sogenannte „Ôzunahiki-Matsuri“ statt. Das ist ein Fest, bei dem
am Sonntag ein seeeehr langes Seil, welches einen Durchmesser von ungefähr 1,2m
hat, auf einer Hauptstraße ausgebreitet wird. Von diesem riesigen Tau gehen
dann einzelne kleine Seile ab, die die Menschen nehmen und daran ziehen. Die
Mitte des riesigen Taus markiert ein riesiger Knoten. Der Sinn ist, das riesige
Tau zu bewegen und wie beim Tauziehen zu sich zu ziehen.
Bevor aber eine halbe Stunde lang an dem Tau gezogen wird, geschehen
noch ein paar andere Dinge. Hier in Kürze der Ablauf dieses Events:
·
Eine große goldene Kugel wird mit einem Krahn
über der Mitte des Seilknotens hochgehoben.
·
Als Krieger verkleidete Männer werden auf einer Barre
hochgehoben und vom Ende des riesigen Taus bis zur Mitte auf dem Tau geschoben.
In der Mitte angekommen, kämpfen die beiden Krieger der jeweiligen Seite
gegeneinander.
·
Nach dem Kampf werden die Krieger wieder zum
Ende des Seils geschoben und sie verschwinden. Danach öffnet sich die große,
goldene Kugel, aus der tausend Luftballons, ein Banner und viele einzelne
Bänder herausfallen.
·
Und dann wird gezogen, was das Zeug hält! :)
So viel erstmal zum Fest an sich. Jetzt möchte ich aber zunächst die
Ereignisse des Tages chronologisch vorstellen, weshalb die Bilder des
eigentlichen Festes etwas später folgen. :)
Am Morgen um 10 Uhr trafen Irene und ich uns mit zwei Taiwanesinnen in
der Lobby des International Houses. Wir riefen ein Taxi, mit dem wir dann nach
Naha gefahren sind. Da wir zu viert waren, konnten wir uns die Kosten gut
teilen und jeder bezahlte letztendlich 500 Yen (umgerechnet etwas weniger als 5
€). Im Ortsteil Makishi angekommen, wo wir uns mit dem Tutor von einer
Taiwanesin treffen wollten, durchstöberten wir noch einen kleinen Konbini und
einen Buchladen, bis wir uns mit der Tutorin trafen. Dabei konnten wir die
Gelegenheit bereits nutzen und ein paar Fotos von Japanern in traditioneller
Kleidung für das Fest schießen.
Diese großen Pfeiler mit dem Schmuck oberhalb erinnern ein wenig an die Maibäume, die bei uns Schützenfest aufgestellt werden. Diese Pfeiler hier werden aber von den Männern getragen.
Ein Pfeiler mit einem Banner.
Danach trafen wir uns dann mit der Tutorin, die uns zunächst eine
riesige, überdachte Einkaufsstraße zeigte, in der man wirklich alles bekam! Wie
erwartet gab es dort natürlich unzählige Souvenirstände, sodass man am Ende gar
nicht mehr wusste, wo man überhaupt etwas kaufen sollte. Aber es gab auch viele
Stände mit leckeren Backwaren, Fleischgerichten, Gewürzen, Obst und Gemüse.
Außerdem gab es dort auch noch einen Fisch- und Fleischmarkt, auf dem es jedoch ein wenig
gruselig war. Denn die ganzen Krebstierchen in ihren Wasserbecken haben sich
die ganze Zeit bewegt! Klingt jetzt erstmal harmlos, aber wenn diese Becken
nicht allzu hoch sind und man die Tierchen problemlos streicheln KÖNNTE, dann
ist es nicht mehr so schön, dass ihre langen Beinchen und Fühler einem unter
Umständen berühren könnten.
Hier sieht man die Gleise der Monorail (der einzige Zug, der auf Okinawa fährt), die über der Straße liegen. :)
Der Eingang zur Einkaufspassage.
Ein Blick in die überdachte Einkaufspassage.
Und hier noch ein Foto von der Passage. Hier sieht man momentan nur links Verkaufsstände, doch wenn man weiter hineingeht findet man auf beiden Seiten Stände. :)
Ein Pikachu mit einer Sanshin und einer Hibiskusblüte! Süüüüüß! *__*
Und ein Evoli, dass sich als Shiisa verkleidet! *__*
Der Fisch- und Fleischmarkt. Bisher sieht es noch ganz harmlos aus, aber...
... dann kommt der Schrecken! Diese Viecher hier bewegen sich noch! Besonders diese Krustentiere rechts oben. Das Vieh, was da übriegns auf der Ecke des kleinen Beckens hängt, hat sich bewegt und ist etwas weitergekrabbelt und ich dann irgendwann in das Becken darunter geplumpst! Ich hab mich vielleicht erschrocken! O__o"
Ein Stand mit frischem Obst und Gemüse. :)
Nachdem wir den Fischmarkt wieder verlassen hatten, wanderten wir ein
wenig durch ein paar hintere Straßen, die ziemlich leer waren, obwohl gerade
diese Straßen eine so schöne Atmosphäre ausstrahlten. Vereinzelt fand man
wieder Verkaufsläden für Shiisa-Figuren, die ein paar Touristen anlockten. Es
war aber vor allem einfach schön, durch diese kleinen, aber sehr freundlich
wirkenden Straßen mit den Wohnhäusern zu laufen. Diese Gegend zeigte uns die
Tutorin, worüber wir uns gefreut haben. Es ist halt doch immer sehr praktisch
jemanden bei sich zu haben, der sich in der Gegend auskennt.:)
Eine große Shiisa-Figur.
Einer der Läden, die Shiisa-Figuren verkaufen. :)
Ein schönes Gebäude im Grünen mit einem Shiisa und Hibiskus.
Hier sieht man eine der ruhigen Straße hinter der Einkaufspassage. Es war wirklich schön, diese Straßen entlang zu gehen und Gegenden zu erkunden, wo nicht viele Touristen sind. :)
Ein kleiner Hund, der in einem Eingang einer Halle lag. :)
Mit bester Laune erkunden wir die Gegend. :)
Hier sieht man ein ziemlich traditionell gestaltetes Gebäude, welches aber nicht direkt an der Straße lag, sondern etwas weiter nach hinten.
Irene und ich vor einem Gebäude mit einer Shiisa-Figur. Diese Figuren findet man wirklich an jeder Straßenecke. XD
Ein Gruppenfoto vor dem Haus mit dem Shiisa. :)
Und wir hatten auch einen kleinen Gast bei unserem Spaziergang! Eine flauschige und sehr verschmuste Katze! Hier sieht man Shen mit der Katze. :)
Hier die Katze in Großaufnahme. Ein wirklich schönes Tier. :) Und sooo verschmust!
Als ich mich auf die Straße gekniet habe, kam sie sofort auf meinen Schoß gesprungen und musste kuscheln. Hach, am liebsten hätte ich sie mitgenommen. ^___^
Ein alter Baum, der an einer Straße in Naha steht. Davor ist ein kleines Brunnen angebracht, an dem man sich etwas Wasser ins Gesicht spritzen kann. :)
Und noch ein Foto von einem schönen Haus, welches sich in den hinteren Straßen befindet.
Und eine wunderschöne Hibiskusblüte. ^___^
Nach einem kleinen Spaziergang begaben wir uns wieder auf die
Einkaufsstraße, wo wir uns in ein kleines Restaurant setzten, um etwas zu
Mittag zu essen. Es gab sowohl allgemein bekannte Gerichte als auch
Okinawa-typische Speisen. Ich entschied mich für ein normales Tonkatsu
(paniertes Schweinefleisch oft mit einer Soße), da ich nicht in die Gefahr
laufen wollte, etwas zu bestellen, was ich am Ende doch nicht mochte. Zu dem
Hauptgericht bekam man dann aber noch eine Schüssel Reis nach Wahl, eine Suppe
und ein kleines Dessert. Alles in allem war es für mich viel zu viel, aber dank
der anderen, die auch gerne etwas Tonkatsu probieren wollten, ging die Portion
dann doch schließlich auf. :)
Shen und die Tutorin Makiko im Restaurant. :)
Shen, Irene und ich im Restaurant. :)
Mein Essen: Tonkatsu mit Weißkohl, weißem Reis, einer okinawanischen Nudelsuppe und ein kleines Dessert. :) Sehr lecker, aber es war unglaublich viel.
Und einmal Irenes Essen: Gôyâ-Chanpuru mit weißem Reis, einer okinawanischen Nudelsuppe und einem kleinen Dessert. :)
Außerdem fanden wir noch einen Stand, der kleine gefüllte Backwaren
anbot. Diese Backwaren hatten die Form eines Shiisa und waren mit verschiedenen
Cremes gefüllt. Irene und ich entschieden uns für die okinawanische Creme Shiikuwasa, die nach Zitrone schmeckt.
Außerdem nahmen wir uns noch für den nächsten Tag zwei kleine Shiisa mit
Bananenfüllung mit.
Die kleinen Shiisa-Backwaren! Sind die nicht süß? Fast schon zu schade, um sie zu essen. :)
Innerhalb der Einkaufspassage führten dann auch Mädchen und Jungs einen Tanz mit Musik auf. :)
Gesättigt und voller Vorfreue machten wir uns schließlich auf den Fets zum Fest. Da wir aber immer noch etwas Zeit hatten, bis das Tauziehen
beginnen würde, gingen wir noch schnell in ein Einkaufszentrum, wo wir uns ein
wenig die Zeit vertrieben. Außerdem trafen wir dort auf ganz viele andere
Austauschstudenten, die auch zum Fest gekommen waren. Es war schon sehr witzig,
als wir uns alle in dem Kaufhaus wiedergetroffen haben, als hätten wir das
abgesprochen. :)
In Richtung des Veranstaltungsortes wurden dann einige Straßen abgesperrt, sodass wir ganz gemütlich quer über die Straße laufen konnten.
Auf dem Weg konnten wir schon ein paar Vorführungen zuschauen. Es wurde Musik gespielt und es gab kleine Vorführungen, wenn auf der Straße angehalten wurde.
Die Männer balancierten dann diese großen Pfeiler und machten daraus eine Show, in dem sie sich abwechselten, bis die Pfeiler am Ende mithilfe von Stangen gestützt und ruhig gehalten wurden.
Das ganze Spektakel gab es dann auch für die kleinen Kinder, die einen Mini-Pfeiler balancieren durften, während ein Mann aufpasste, dass nicht geschah. Sehr süß. :)
Das sah man dann in dem Einkaufszentrum. Es gibt also in Japan Sammelstellen für Schreibverschlüsse. :)
Ha! Und wir haben doch tatsächlich Soße von Schwartau entdeckt! ^__^
Und hier sieht man die Monorail, wie sie über uns hinwegfährt. :)
Ein schönes Bild von Irene und Makiko.
Alle warten gespannt auf den Beginn des Festes. Auf dem Bild kann man auch das große Tau entdecken. Es ist etwas in der Mitte des Bildes, aber leicht nach links verrückt. ^^
Hier sieht man einen Japaner in angemessener Kleidung auf dem großen Tau stehen.
Der Ausblick von einer kleinen Brücke, über die wir gegangen sind.
Danach begaben wir uns dann aber zur großen Hauptstraße, wo das
Tauziehen stattfinden sollte. Dort mussten wir dann leider erfahren, dass sich
alles um etwa eine Stunde verschiebt. Also mussten wir erneut warten und so
haben wir uns in einem kleinen Park ein wenig ausgeruht, bis es dann um 16 Uhr
endlich so weit war und das Tauziehen beginnen sollte. Leider war es bereits so
überfüllt, dass wir kaum an eines der Seile drankamen, um auch einmal
mitzuziehen. Aber dank freundlicher Japaner, die uns den Vortritt ließen, weil
sie vielleicht dachten, dass es für uns etwas Einmaliges ist (was es ja auch
ist), konnten wir auch einmal kräftig mitziehen. Die Japaner waren sehr
freundlich, allerdings gab es für meinen Geschmack viel zu viele Amerikaner auf
dem Fest. (Eine kleine Info, für alle, die es nicht wissen: Auf Okinawa findet
man noch immer sehr viele Militärbasen, die seit dem zweiten Weltkrieg hier
stehen. Daher leben auch einige Amerikaner hier, die sich natürlich auch
partout weigern, Japanisch zu reden, sondern stur ihr Amerikanisch verwenden
und sich dabei ihrem Verhalten nach zu urteilen sehr cool vorkommen.)
Hier sieht man die einzelnen Seile, die vom riesigen Tau ausgehen, und an denen gezogen wird.
Und das ist die große goldene Kugel, die hochgezogen wird.
Yoa, ich halt. XD
Alle warten gespannt darauf, dass das Tauziehen endlich beginnt.
Hier die gefürchteten Krieger, die bis zur Mitte des Seils auf der Barre getragen werden, um dann dort zu kämpfen.
Und dann öffnet sich die große Kugel! :)
Und so sieht es dann aus, wenn alle ziehen, was das Zeug hält! XD Es macht doch richtig Spaß, bei 30°C und mehr in so einer Menge zu stehen und kräftig am Tau zu ziehen. ;)
Hier sieht man einen der Männer, die auf dem Tau stehen und mithilfe von Armen und einer kleinen Trillerpfeife den Takt angeben, in dem man ziehen soll.
Und wie in einem Science-Fiction-Film kamen plötzlich so kleine Flugmaschinen angeflogen, die mit einer Kamera über uns gefilmt haben. XD
Nachdem das Tauziehen schließlich nach einer guten halben Stunde
beendet war (ich bin mir nicht sicher, welche Seite nun das Ziehen gewonnen
hat), darf sich jeder ein Stück des riesigen Taus als Andenken abschneiden.
Leider hatte niemand von uns eine Schere oder ein Messer dabei, aber dank
unserer Tutorin, die einen Mann lieb angeschaut hat, haben wir alle ein Stück
des Seils bekommen. :) Sehr freundlich, diese Japaner, das muss man schon
sagen. So haben wir nun auch ein schönes Andenken.
Und das waren wir fünf dann nach dem Tauziehen mit unseren Trophäen: Ein Stück vom Tau! :)
Im Anschluss an das Tauziehen fand dann noch etwas weiter entfernt ein
sogenanntes Bierfest statt, wo es aber natürlich nur japanisches Bier gab. Und
zwar die hier bekannte Marke „Orion“.
Laut Irene ist es nicht so gut wie deutsches Bier, aber dennoch ganz
lecker. Auf diesem Bierfest gab es an mehreren Orten kleine Bühnen mit Musik
und natürlich ganz viele Stände mit Essen und Spielen für Kinder. Es war fast
wie auf einer Kirmes. :)
Ein Shintô-Schrein, der sich in der Nähe des Bierfests befand. :)
Ein Blick vom Schrein runter zu den einzelnen Ständen, die bereits beleuchtet waren.
Ein Stand mit ganz vielen leckeren Köstlichkeiten zum Essen!
Alles in allem war es ein wirklich schöner Tag in Naha und Irene und
ich wollen irgendwann an einem Samstag noch einmal nach Naha, um einfach mal
einen Tag lang dort shoppen zu gehen. :) Es gibt dort soooo viel zu sehen, dass
man vermutlich auch mit einem ganzen Tag nicht auskommt. Dennoch freue ich mich
jetzt schon darauf, dort einfach rumzulaufen und zu schauen, was es dort alles
Tolles gibt. ^^
Zum Schluss noch einen Link und zwei Videos zum Fest. Da sieht man das Ganze dann noch einmal etwas deutlicher. Viel Spaß damit. :)
* http://www.youtube.com/watch?v=RI8Zabq467k (hier wird am Tau gezogen)
* http://www.youtube.com/watch?v=pT4CR6v9uAo (hier sieht man die Krieger kämpfen)





Hallo Andrea, Japaner scheinen ja tatsächlich freundliche Menschen zu sein. Sind die Städte auf der Insel generell so voll oder nur, wenn gefeiert wird?
AntwortenLöschenViele Grüße von uns allen
Stefan
Hallo zusammen. :)
LöschenLeider sind wir ja noch nicht in viele andere Städte gefahren, aber ich denke, so voll wird es nur werden, wenn solche Feste stattfinden. Es waren auch sehr viele Touristen und Amerikaner da, die sich anscheinend das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Wenn Irene und ich einmal an einem normalen Tag nach Naha fahren, werde ich mal schauen, wie voll es dann ist und dann kann ich euch ja davon berichten. ^^
Ich freue mich immer wieder von euch zu hören!
Ganz liebe Grüße an alle! ^^o
Hi Andrea!
AntwortenLöschenJetzt schreib ich auch mal auf deinen Blog :D Es ist schön zu lesen, das ihr viel erlebt und Eindrücke sammelt und schildert. Irene erzählt ja auch immer ganz aufgeregt, was ihr alles erlebt habt und eure Bilder ergänzen sich auch gut ^^ Vielleicht sollte ich nicht so oft eure Blogs lesen... Bei den tollen Dingen, die ihr so schildert, möchte ich euch am liebsten sofort besuchen kommen ;) Naja, ich hoffe erstmal, das ich mein Studium weitermachen kann und dann wird man weitersehen. Heute hat ja auch unsere Uni wieder angefangen und ich bin mal gespannt, was sich da neues abspielt. Vielleicht krieg ich ein paar Erstis zu sehen ;)
Weiterhin viel Spaß und schöne Erlebnisse!
Dennis
Hallo Dennis ^^
LöschenErstmal vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich wirklich sehr darüber, dass du meinen Blog liest. :)
Oh, du darfst uns auch gerne sofort besuchen kommen. Dagegen haben wir sicher nichts einzuwenden. ;) Wir freuen uns schon sehr darauf, hier Besuch zu bekommen. Daher hoffen wir doch sehr, dass du uns nächstes Jahr besuchen kommen kannst.
Berichte mal, wie es bei dir so läuft. Und erzähl uns was von den Erstis, wenn du welche siehst. :) Ob da wohl wieder so Gestalten wie Miss Neko auftauchen? Finde heraus, was du kannst, Detektiv Dennis! ;)
Ich hoffe, bei dir ist auch alles in Ordnung und dir geht es gut.
Ich wünsche dir einen schönen Unistart und wir lesen/hören uns hoffentlich bald wieder. :)
Ganz liebe Grüße! ^^o