Bevor ich in diesem
Blogeintrag auf das Hauptthema, nämlich die Sake-Brauerei, zu sprechen komme,
möchte ich erst noch einen kleinen Nachtrag zu einem Thema machen, welches ich
im Februar angesprochen habe. Am 09.02.2014 habe ich ja am Redewettbewerb der
Präfektur Okinawa teilnehmen und den zweiten Platz belebt. Nach diesem
erfreulichen Ereignis habe ich eine E-Mail der von Mitarbeitern der lokalen
Zeitung „Ryûkyû-Shimpo“ (Ryûkyû-Zeitung) erhalten, da sie meine Rede in der
Zeitung veröffentlichen wollten. Natürlich habe ich zugesagt, doch da ich dann
am Mitte Februar für 11 Tage in Tokyo war, habe ich wohl die Zeitung verpasst,
in der meine Rede gedruckt worden ist. Allerdings hat eine sehr liebe Freundin
(die Japanerin Erika) meine Rede in der Zeitung gesehen und die Zeitung sofort
aufbewahrt. Vor kurzer Zeit habe ich dann von ihr auch die Zeitung mit dem
Artikel gehalten, nachdem sie sich eine Kopie davon gemacht hat. Ich habe mich
wirklich riesig darüber gefreut, dass sie den Artikel für mich aufbewahrt und
ihn mir gegeben hat! So habe ich nun doch noch den Artikel und somit eine
wundervolle Erinnerung! ^___^
Tadaaaa! Der Zeitungsartikel! Mit Foto!! ^///^
Am vergangenen Montag
(26.05) ging es dann mit unserer Klasse in den Ort namens Kin, wo wir eine
Sake-Brauerei besichtigen wollten. Die Fahrt dauerte ungefähr eine Stunde, da
Kin weiter nördlich auf Okinawa liegt. Um mir die Zeit ein wenig zu vertreiben habe
ich ein bisschen in einem Roman gelesen. Da das Wetter aber ausnahmsweise
einmal an diesem Tag wirklich schön war, konnte man auch gut die Aussicht auf
die Landschaft genießen.
Bei der Brauerei
angekommen, führte uns zunächst eine nette Frau in die unterirdischen Gewölbe,
wo der Sake gelagert wurde. Diese Gewölbe befinden sich unter einem riesigen
Felsen und sie erinnern an eine Tropfsteinhöhle, da sich an der Decke
Stalaktiten befinden, von denen regelmäßig Wasser tropft. Über ein
Metallgerüst, welches durch das herabtropfende Wasser leicht rutschig war,
begaben wir uns in diese unterirdischen Räume, wo wir zahlreiche Regale mit
Sakeflaschen zu sehen bekamen. Viele dieser Flaschen lagerten laut unserer
Tourenführerin schon über 20 Jahre dort und kosteten nicht selten unter 1.500
€. Viele der Weine waren allerdings schon reserviert und warteten nur darauf,
abgeholt zu werden, denn viele Eltern kaufen für ihr Kind einen Wein, der im
Geburtsjahr des Kindes hergestellt wurde, und warten dann lange Jahre, um den
Wein dann zu kaufen und ihren Kindern zu schenken. Aus diesem Grunde befindet
sich auch eine kleines Schatzkiste in den unterirdischen Gewölben, in der viele
Münzen zu sehen sind, die die Eltern als Glücksbringer hinterlassen.
Ein hübsches Bild von Mukin (China). ^^
Dieser unglaubliche Baum stand in der Nähe der unterirdischen Räume. Wirklich faszinierend, diese Bäume. ^^
Das ist das Metallgerüst, welches wir hinabsteigen mussten.
An jeder Flasche hing ein Schildchen mit einer Bezeichnug oder einem Namen. ^^
Hier sieht man es einmal von Nahem.
Das sind die Stalaktiten an der Decke, von denen Wasser tropft.
Und hier der "Schatz". Fast wie in einer Piratenhöhle! Hrhrhrhr! ^o^
Meine lieben kôhai! Links Mai (China), rechts Hani (Korea). ^^
Und noch einmal Hani! ^^
Unser Hawaiianer Michael.
Ich und ganz viel Sake... ^^"
Noch mehr Regale mit Flaschen...
Und hier hängen keine Schildchen dran... vielleicht sind diese noch nicht reseviert.
Chan (Taiwan), geschockt über die Hitze und Schwüle, die uns entgegenschlug, als wir aus den kühlen unterirdischen Räumen wieder nach oben gelangen. ^^"
Hier kommen auch langsam die anderen nach oben. ^^
Was es mit diesem Gedenkstein auf sich hat, weiß ich leider nicht. Wir hatten keine Gelegenheit, dies in Erfahrung zu bringen. ^^ Sah aber schön aus!
Nach dieser Rundtour
durch die „Lagerungsräume“ durften wir tatsächlich in die Produktionsräume der
Firma. Und dieses Mal war unser Tourenführer kein geringerer, als der Sohn des
Inhabers der Firma. Er erklärte uns dann, wie Sake hergestellt wird und zeigte
uns dabei auch die nötigen Maschinen und Utensilien. Anschließend durften wir
einen Blick in die riesigen Behälter werfen, in denen der Sake gärte. Der
Geruch nach Alkohol war wirklich stark und man hatte das Gefühl, als würde man
nur vom Riechen schon betrunken werden! Der Sohn des Chefs erklärte uns, wie
die großen Behälter funktionierten (mit einer bestimmten Vorrichtung wird der
Alkohol gekühlt) und nachher gab er uns auch einen kleinen Becher gefüllt mit Sake
und jeder durfte einmal daran nippen. Ich muss sagen, mir persönlich schmeckt
Sake nicht wirklich. ^^“
Am Ende hat man uns
noch einen großen Behälter gezeigt, in dem sich Sake befand, der nach langem
Gären fertig war. Allerdings hatte dieser Sake 50 % Alkoholanteil! Uns wurde
erklärt, dass es auf Okinawa das Gesetz gäbe, dass Sake höchstens 40 % Alkohol
enthalten dürfte (vermutlich weil er sonst zu stark ist) und deshalb würden sie
diesen 50 %igen Sake auch vor der Abfüllung in die Flaschen mit Wasser
strecken. Dennoch wurde uns auch dieses Mal wieder ein kleines Becher mit Sake
gereicht, doch dieses Mal hab ich dankend abgelenkt. ^^
In diesen großen Behältern befand sich der gärende Sake.
Hier zeigt uns der Sohn des Chefs gerade den Reis, der mit Wasser besprenkelt wird, damit sie poliert werden und somit die äußeren Kleieschichten abgetragen werden.
In diesen Behältern befindet sich der Reis und das Wasser.
Riesige Säcke voll Reis werden benötigt, um Sake herzustellen.
Hier wird dann braune Hefe hinzugegeben und so langsam beginnt dann der Gärprozess.
Ein Mitarbeiter der Firma rührt in einem großen Behälter voller Sake und Reis.
Und so sieht diese Sake-Reis-Mischung dann aus.
So eine Vorrichtung befindet sich in jedem großen Behälter. Von oben kann Wasser in die nach unten verlaufende Spirale gegeben werden und durch eine Kühlvorrichtung kann so der Sake dann gekühlt werden.
Der Sohn des Chefs hat etwas von dem 50 %igen Sake aus diesem Behälter geschöpft.
Und hier ein riesiger Behälter, in dem fertige Sake gelagert wird. Links sieht man meine Lehrerin Frau Ashihara. ^^
Zum Abschluss durften
wir uns noch ein wenig in dem Verkaufsladen der Firma umsehen und auch etwas
kaufen, wenn wir wollten. Neben Sake hatten sie dort auch Gläser, Karaffen,
Süßigkeiten und Tee, den man kaufen konnte. Da uns dieser Tee auch zum
Probieren angeboten wurde, habe ich einmal etwas getrunken und er war lecker.
Interessant war aber vielmehr der Inhalt, den der Tee namens Ryu-cha ist eine Mischung aus ganz
vielen verschiedenen Teesorten. Und was haben meine Augen da auf dem
Informationsschild erblickt: In dem Tee ist auch habu-cha (habu ist die
Schlange, die es hier auf Okinawa gibt und von der man sich nicht beißen lassen
sollte; cha bedeutet einfach nur „Tee“.)!
Es gab also tatsächlich Tee von dieser Schlange? Meine Lehrerin war auch ganz
überrascht! Das erinnert mich daran, dass es diesbezüglich schon einmal ein
kleines Missverständnis im Unterricht gab.
Damals wurden wir von
unserer Lehrerin gefragt, was wir dafür tun würden, um im Winter einer
Erkältung vorzubeugen. Ich sagte damals, dass ich viel Tee trinke und sogleich
wurde ich gefragt, was für einen Tee. Meine Antwort: hâbu-cha. Bei dem Wort hâbu
ist das „a“ lang und das Wort hat die Bedeutung „Kräuter“ (es kommt aus dem
Englischen „herbs“). Ein Klassenkamerad hat damals entsetzt nachgefragt: habu-cha? Bei dem Namen der Schlange ist
das „a“ kurz. Sofort mussten wir alle damals lachen und Frau Ashihara erklärte
dann amüsiert: hâbu, nicht habu. Nun, jetzt wissen wir allerdings,
dass es wohl auch habu-cha gibt. ^^“
Anschließend machten
wir uns dann wieder auf den Rückweg.
In diesen Flaschen befinden sich allerlei Früchte oder auch Gemüse, welches in Sake eingelegt ist.
Und noch mehr von diesen Flaschen...
Es gab eine ganze Sammlung...
Hier sieht man auch eine lustige Figur, die einen Vogel darstellen soll?
Es gab auch schöne Gläser und Karaffen zu kaufen.
Eine schöne Geschenkidee; sie sehen auch sehr elegant aus. ^^
Und hier ganz große Versionen! ^^
Sake in allen möglichen Größen und Geschmacksrichtungen. ^^
Nein, das ist keine Statue, sondern eine Flasche, in der sich Sake befindet. ^^
Das war der Tee, der uns serviert wurde.
Das ist die Beschreibung des Tees und links sieht man, wie der Tee ausieht. ^^
Und hier der Tee, den man kaufen konnte.
Auf dem Rückweg: von links nach rechts: Mai (China), Mei (China) und Hani (Korea).
Und hier ein Landschaftsfoto: Traumhaft! Wäre da nicht das Wasser der Klimaanlage, welches im Bus auf einen niedertropft... ^^"
Und weil es so schön war, noch ein Landschaftsfoto! ^^
Und hier mein Mitbringsel: Tee mit habu! ^o^
Es war ein wirklich
interessanter Ausflug, doch das Spannendste war fast unser Bus selber, denn
dank der Klimaanlage bildete sich in den Lüftungen der Anlage wohl Wasser und
das bekamen wir dann ab und zu ab. Soetwas nennt man wohl Ironie des
Schicksals: trotz Regenzeit hatten wir draußen wunderschönes Wetter,
strahlendblauen Himmel und traumhafte Temperaturen, doch dafür hatten wir im
Bus dann unsere Regenzeit, damit wir auch ja nicht aus der Gewohnheit kommen!
Ahahaha! ^o^
A propos Regenzeit:
Aufgrund des starken Regens, den wir hier von Zeit zu Zeit haben (Dienstag hat
es so stark hier geregnet, dass es auf den Straßen kleine Flüsse gab und meine
ganzen Schuhe, meine Socken und meine halbe Hose auf dem kurzen Weg bis zur Uni
völlig durchnässt waren; man hatte das Gefühl, als würde man durch einen Fluss
laufen), ließen viele Lilien ihre Köpfchen hängen, doch mittlerweile sind
wieder neue Lilien erblüht und verschönern wieder unseren Campus!
Die Lilien blühen wieder herrlich!
Und das überall an der Uni! ^^
Und es gibt auch sehr
viele kleine Tierchen, die im International House vor dem großen regen Schutz suchen
und so bekommt man so einiges zu sehen. :)
Wer kennt den Namen dieses Tieres? Es sieht aus, wie ein Ast! Ich kenne das Tier, aber ich habe den Namen vergessen. ^^"
Und schaut euch mal dieses niedliche Tierchen an! Leider sind diese kleinen Echsen unglaublich schnell und ich bin dem Vieh sicherlich drei mal auf dem Gang nachgelaufen, weil es immer vor mir flüchten wollte. Aber letztendlich hab ich ein hübsches Bildchen machen können. Der arme Kerl hat sich nur vor dem Blitzlicht etwas erschrocken, ahahaha! ^^
Was übrigens den Titel
dieses Blogeintrags angeht, so werden sich einige sicherliche fragen, was das
zu bedeuten hat. Um das zu erklären: "Binkusu no sake" ist ein Lied
aus dem Anime "One Piece" und übersetzt bedeutet es "Binks"
Rum" (Binks ist ein Name). Das Lied passt einfach gut zum Thema dieses
Blogeintrags, weshalb ich diesen Titel gewählt habe. Wer das Lied einmal hören
möchte, hier sind die Links dazu:
Binks' Sake auf Deutsch: https://www.youtube.com/watch?v=UwHtnW8r3Jo
Binkusu no sake (Japanisch): https://www.youtube.com/watch?v=G1TPgdYRqqw
Zum Schluss möchte ich
noch ein kurzes Wort an meinen Großvater richten, da ja am vergangenen
Donnerstag (29.05) Vatertag war:
Ich wünsche Dir alles, alles Liebe und Gute
nachträglich zum Vatertag! Ich hoffe, du hattest einen tollen Tag und ihr habt
zur Feier des Tages schön gegrillt! (ノ・ω・)ノ゙
Ein kleines Geschenk zum Namenstag! ^^ Ich hoffe, es gefällt dir, Opa!
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