Sonntag, 1. Dezember 2013

Kaitenzushi, ein gemütliches Wochenende und der 1.Advent

Wieder ist eine Woche ins Land gezogen und wir haben Wochenende. Der Unialltag hat mich mittlerweile voll im Griff, sodass unter der Woche meist außer dem Unterricht und gelegentlichen Einkäufen nicht viel Spannendes geschieht. Letzte Woche haben wir bei Karimata-sensei (Frau Karimata, eine unserer Lehrerinnen) unseren ersten größeren Test geschrieben, der aber gar nicht so schwierig war. Eigentlich kam genau das dran, was man auch im Unterricht behandelt hat und was sie uns zum Lernen genannt hatte. Nur eine Aufgabe war etwas gemein, aber im Großen und Ganzen habe ich ein ziemlich gutes Gefühl. Das Ergebnis bekommen wir vielleicht nächste Woche. Angeblich soll so ähnlich wie der Test auch die Abschlussklausur bei ihr aussehen. Wenn das stimmt, dann wird es wirklich nicht schwer und wir werden wohl keine Probleme haben die Prüfung zu bestehen, wenn man ordentlich alles lernt. :)

Am Freitag kam dann ein großes Päckchen von meiner Familie hier an. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank, liebe Familie, für das tolle Paket! ^___^ Ich habe mich sehr darüber gefreut! Denn es waren nicht nur leckere, deutsche Weihnachtssüßigkeiten darin enthalten, sondern auch 3 Packungen Pfefferminztee! Es mag vielleicht nun komisch klingen, dass ich mich ausgerechnet in einem Land des Tees über Pfefferminztee freue, aber leider findet man hier in den Supermärkten außer grünem und schwarzem Tee kaum etwas anderes. Zwar gibt es auch andere Teesorten, aber meistens sind diese dann sehr teuer und es sind gerade mal 10 Teebeutel in einer Packung.
Außerdem habe ich Weihnachtsdekoration geschickt bekommen, mit der ich auch am Samstag mein kleines Zimmerchen verschönert habe. Und so sieht es deshalb jetzt in meinem Zimmer aus:


Das ist das tolle Paket, welches ich am Freitag erhalten habe! *___* Vielen Dank, liebe Familie!


 Meine Fenster sind nun mit hübschen Bildchen und Sternchen dekoriert. :)

 Und die roten Glitzersterne hängen nun bei mir im Flur. :)

 Und hier ein kleines geschmückter Tannenbaumund zwei kleine Figuren davor. ^^

 Mein Adventskalender! Jeden Tag steht dort ein kleines, süßes Sprüchlein auf jeder Karte. So fängt der Tag doch nochmal um einiges besser an. :)

 Und hier ein Beweis, dass mein Christstern NOCH lebt! Mal sehen, für wie lange noch... *husthust*

 Die neuen Blätter verfärben sich auf jeden Fall langsam rötlich. :)

Und er bekommt immer wieder neue kleine Blätter! ^___^


Und hier noch ein hübsches Bild, von einer kleinen Blume, die am Rande eines Weges stand. Es sah sehr süß aus, da sie mit ihrer pinken Färbung wie ein Farbklecks am Rande des grauen Weges wirkte. :)


Freitag geschah allerdings noch mehr Aufregendes. Wir trafen uns wie immer um 16 Uhr mit unseren Tandemmädels an der Uni, um dort in der Mensa dann wie üblich ein bisschen Japanisch und Deutsch zu lernen. Danach sind wir dann zusammen mit den beiden Mädels und Anna (eine deutsche Kommilitonin von Irene und mir; sie ist momentan für 6 Wochen hier, um ein Praktikum an der Uni als Teaching Assistant zu absolvieren) nach Chatan gefahren, um dort Sushi essen zu gehen. Chatan ist eine Stadt, in der sich leider ziemlich viele Amerikaner niedergelassen haben und in der es auch US Basen gibt. Um genau zu sein, besteht leider etwa mehr als 50 % der Stadt aus US Basen. Man sieht dort unzählige Amerikaner herumlaufen und auch in dem Restaurant, in dem wir essen gegangen sind, gab es zu unserem Leidwesen sehr viele Amerikaner. Vielleicht fragen sich nun manche, wieso es so viele Amerikaner dort gibt und warum ich darüber anscheinend nicht so erfreut bin. Das ganze hat einen geschichtlichen Hintergrund: Während des zweiten Weltkrieges fand auf Okinawa die einzige Landschacht in Japan statt und nachdem die Amerikaner diese gewonnen hatten, haben sie auf Okinawa Basen gebaut, um von dort aus die Hauptinsel Japans angreifen zu können. Leider bestehen diese Basen bis heute noch und die amerikanische Regierung macht keine Anstalten, ihre Soldaten endgültig von Okinawa abzuziehen, obgleich nun mehr als 50 Jahr vergangen sind! Außerdem haben die Amerikaner hier Sonderrechte: sie können zum Beispiel tun und lassen was sie wollen (einen Japaner verprügeln oder etwas stehlen), doch sobald sie sich wieder auf den Grundstücken der US Basen befinden, hat die japanische Regierung keine Chance mehr, sie für ihre Taten zu bestrafen, da diese Basen dem amerikanischen Gesetz unterliegen. Aus diesem Grunde kann man vielleicht nachvollziehen, wieso Amerikaner hier nicht gerade ein hohes Ansehen genießen. So viel zu der Problematik zwischen Okinawa und Amerika, die heutzutage noch immer eine wichtige Rolle spielt. Jetzt aber zum schönen Teil des Abends. :)
Izumi, Saki (unsere beiden Tandemmädels), Irene, Anna und ich sind also nach Chatan gefahren, um dort in ein Kaitenzushi-Restaurant namens hamazushi zu gehen. In einem Kaitenzushi-Restaurant wird, wie der Name schon sagt, Sushi serviert (für alle, die sich nun fragen, wo denn im Namen sushi auftaucht: Steht im Japanischen ein anderes Wort vor einem anderen, so wandelt sich der harte Konsonant oft in einen wichen Konsonanten um: hier wird das „s“ von sushi zu einem „z“, welches im Japanischen weicher ausgesprochen wird, als das „s“, welches im Japanischen scharf ist.). Dieses Sushi wird auf Tellern serviert, die auf einem Laufband am Tisch vorbeilaufen, sodass man sich nehmen kann, was man möchte. Allerdings gibt es auch Monitore, mit einem Touchscreen, womit man bestimmte Sushi-Sorten bestellen kann. Diese bestellten Sushi werden dann auf dem Laufband auf kleine Plattformen gestellt, sodass die anderen Gäste wissen, dass dieses Sushi eine Bestellung ist und nicht einfach so genommen werden darf.
Da dieses Restaurant leider sehr beliebt zu sein scheint (jedes Tellerchen kostet nur 105 Yen (ungefähr 90 Cent) und freitags ist es sogar noch billiger (94 Yen)), muss man ein Zettelchen mit einer Nummer ziehen, auf dem auch zusätzlich steht, wie lange man noch warten muss. Da vor uns leider noch eine Menge Leute waren, mussten wir noch rund 45 Minuten warten. Da uns aber im Eingangsbereich des Restaurants zu kalt war und wir nicht die ganze Zeit stehen wollten, haben wir uns solange in Izumi’s Auto gesetzt und dort noch ein wenig geredet, um uns die Zeit zu vertreiben. Letztendlich war dann aber die Wartezeit vorbei und wir konnten endlich essen. Wir bekamen einen Tisch zugewiesen und konnten uns dann nach Herzenslust Sushi bestellen und essen. Aber dort gibt es nicht nur Sushi, sondern man kann auch Trinkpäckchen mit Fruchtsaft, Kuchenstücke, Suppen, Salate, Eis, etc. bestellen. Das Beste: Grüner Tee als Getränk ist kostenlos! Auf den Tischen steht ein kleines Döschen mit Matcha-Pulver (grüner Tee) und es gibt einen Wasserhahn mit heißem Wasser, sodass man sich immer wieder neuen Tee machen kann.

 Das ist das Sushi-Restaurant von außen. ^^

 Und hier einmal von innen. Vorne auf dem Bild sieht man die Leute, die einzeln oder zu zweit kommen und sich mit Stühlen an den "Tresen" setzen. Dahinter befinden sich die Tische, an denen sich größere Gruppen von Leute setzen.

 Hier die Tische aus der Nähe.

 Die Deckenbeleuchtung mit dem Logo des Restaurants. :)

 Und hier sieht man so ziemlich alles, was an einem der Tische vorhanden ist und wie das System funktioniert. Auf dem Tisch findet man links die verschiedenen Sojasoßen für das Sushi; rechts befinden sich Gewürze, das Matcha-Pulver, Ingwer und Stäbchen. Genau in der Mitte sieht man in weiß den Wasserhahn, aus dem das heiße Wasser für den Tee kommt. Im Hintergrind sieht man dann das Laufband mit den Tellern voller Sushi. Oben in der Mitte ist der Bestellbildschirm zu sehen, auf dem man das gewünschte Sushi bestellen kann. Darüber wiederum findet man auf der Ablage die Teebecher, normales Besteck und die Schälchen für die Sojasoße.

 Und das Ganze noch einmal aus der Nähe.

 Von links nach rechts: Izumi, Saki und Irene.

 Hier verteilt Saki gerade das Matcha-Pulver in die Teebecher. :)

 Mein erstes Sushi an diesem Abend: Maki-Sushi mit Gurke! 

 Und hier eines der leckersten Sushi, die ich gegessen habe: Tempura-Sushi! In der Mitte findet man panierte Garnele mit Salat und das ganze Sushi wurde noch mit einer süßlichen Soße beträufelt!

 Mein Nachtisch: Ein Stück Milch-Crêpes-Kuchen! Seeeehr lecker! *___*

 Und hier einmal Izumi und Saki nach dem Essen. :)

 Und nun die Einzelbilderreihe: Irene genießt ihren grünen Tee.

 Und hier sieht man Anna (deutsche Kommilitonin). :)

Saki ist gesättigt und glücklich! :)

 Und hier sieht man Izumi nach dem Essen.

 Und zum Schluss: ich. :)

 Und nochmal ein schönes Gruppenfoto mit all unseren leeren Tellern! :)

Der Abend war wirklich sehr schön und es hat wirklich gut in dem Restaurant geschmeckt! Ich denke, das wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir dort waren. :) 

Samstag habe ich neben der Weihnachtsdekoration auch wieder einmal selber gekocht. Dieses Mal war es etwas Japanisches: Yakisoba Okinawa Style! (Yakisoba=gebratene Nudeln). Ein wirklich einfaches und schnelles Essen, was zudem auch noch lecker schmeckt. :) Und hier das Ergebnis:

Yakisoba Okinawa Style! ♥

Heute Morgen (Sonntag) habe ich dann mit Irene und Anna (Schwedin) ganz gemütlich gebruncht. Jeder hat ein paar leckere Sachen mitgebracht und schon hatten wir ein unglaublich leckeres Frühstück. :) Und so sah unser gedeckter Tisch schließlich aus:

Das nenn ich doch mal ein schönes Sonntagsfrühstück! :) 

Zum Schluss möchte ich euch allen einen wundervollen 1.Advent wünschen! :) Ich hoffe, ihr alle könnt diesen Tag in aller Ruhe genießen. Der 1.Advent sieht wettertechnisch so bei mir aus:

 Ähem, ja, sieht nicht wirklich nach Dezember aus... ^^"

Dieser Ausblick vom Balkon aus lässt nicht gerade darauf schließen, dass wir Dezember haben. ^^“ Um jedoch zusätzlich zur Weihnachtsdeko noch ein wenig weihnachtliche Stimmung zu verbreiten, habe ich mir einen schönen warmen Kakao gemacht! :) Den gibt es ab jetzt jeden Adventssonntag, das habe ich mir vorgenommen. 

Hier der Beweis: Ein schöner, leckerer, warmer Kakao! :)

Und für euch gibt es ab sofort jeden Adventssonntag ein Foto auf diesem Blog, anstatt eine Kerze. ;)
Mit dem Foto für den 1.Advent verabschiede ich mich dann auch wieder an dieser Stelle! ^^o


2 Kommentare:

  1. Wir waren gestern (Samstag) mit deinen Eltern essen. Mann, das war wieder viel und lecker. Haben an Dich gedacht.
    Bei Dir ist der 1. Advent ja gleich schon vorbei. Ich hoffe, Du hattest einen schönen Tag.

    Bis dann mal wieder.

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    1. Hey ^^
      Schön, dass ihr wieder einmal zusammen essen wart und es euch geschmeckt hat. :) Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Abend.
      Der 1.Advent war ein ruhiger und gemütlicher Tag bei mir. Ich hoffe, ihr konntet ihn auch in aller Ruhe genießen. So langsam komme ich hier auch in Weihnachtsstimmung. ^^
      Liebe Grüße an euch alle!

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