In
der letzten Woche gab es einige spannende Ereignisse, von denen ich in diesem
Blogeintrag berichten möchte. Allerdings gibt es dieses Mal nicht so viele
Bilder, die ich euch präsentieren kann.
Die
ersten Tage der Woche verliefen ruhig und recht ereignislos, doch am Mittwoch
hatte ich dafür einiges zu tun. Nach dem Unterricht habe ich mich mit einer
Japanerin getroffen und wir sind zusammen etwas essen gegangen. Dabei haben wir
uns für Okonomiyaki entschieden und gemeinsam mit der Japanerin namens Risa bin
ich dann zu einem kleinen aber feinen Restaurant gefahren. Eigentlich hatte sie
ein anderes Restaurant geplant gehabt, doch da dieses anscheinend nicht mehr
offen hat, haben wir kurzerhand ein anderes gesucht. Dort durften wir dann
sogar unser Okonomiyaki selber machen! Auf den Tischen gibt es erhitzbare
Platten, auf denen das Okonomiyaki serviert wird, sodass es warm bleibt und man
sich immer etwas davon abstecken kann. Genauso wie in dem Restaurant in Tokyo.
In diesem Restaurant jedoch hatte man zusätzlich die Wahl, ob man nicht selber
vielleicht das Okonomiyaki machen möchte und da weder Risa und ich das schonmal
in einem Restaurant gemacht hatten, wollten wir es einmal ausprobieren. Man gab
uns die geschnittenen Zutaten und eine Anleitung und der freundliche junge Mann
erklärte uns dann auch alles einmal und half uns ein wenig. So konnten wir dann
unser Essen selbst braten! Das war eine coole Erfahrung und es hat auch richtig
gut geschmeckt. :)
Nach
dem Essen hat Risa mich wieder zum International House gebracht, so ich dann
auch gleich zum Sanshin-Kurs gehen konnte. Und wie von Kouta bereits in der
vorigen Woche angekündigt waren Leute vom okinawanischen Fernseh vor Ort!
Warum? Nun ja, sie wollen im Fernseh eine kleine, etwa 5-minütige Reportage
über Kouta zeigen. Und deshalb wollten sie auch einen Abend zum Sanshin-Kurs
kommen, um zu sehen, was Kouta so mit uns macht. Deshalb mussten wir an diesem
Abend auch die Leute vom Fernseh mit ihrer Kamera ertragen, die ständig
rumgelaufen sind und uns die Kamera vor die Nase gehalten haben, als wir geübt
haben. Die kamen dabei aber auch so unglaublich nahe! Sicherlich konnten die
sehen, ob man irgendwelche Popel in der Nase hatte oder nicht! ;)
Kouta
war ganz schön aufgeregt, das hat man ihm angemerkt, aber das ist ja auch
verständlich. Die Leute vom Fernseh haben ihn immer wieder gefilmt und in den
Pausen haben sie auch ein paar von den Japanern in unserem Kurs kurz
interviewt. Und leider nachher auch mich… Osamu-san, unser Hausverwalter, hat
sich nachher richtig gewundert, dass die Leute mich interviewt hätten, da sie
normalerweise keine Interviews mit Ausländern machen. Und warum dann mit mir?!
。・゚゚・(>д<;)・゚゚・。
Vielleicht
habe ich ja Glück und die entscheiden sich dazu, das Interview nicht mit in die
Reportage reinzunehmen!
( ̄人 ̄)お願い! *dafür bet*
Ich
werde es am nächsten Mittwoch erfahren, denn gegen 18 Uhr abends wird diese
Reportage im Fernseh ausgestrahlt und wir wollen uns alle in der Lobby
versammeln, um sie uns anzugucken. Ich bin schon gespannt, wie die Reportage so
wird und ob sie mir den Gefallen getan haben und das Interview mit mir raus
gelassen haben!
Donnerstag
haben wir dann mit der Klasse einen kleinen Ausflug in das in der Nähe liegende
archäologische Center (沖縄県立埋蔵文化財センター) . In diesem Center kann man über viele
Bodenschätze der Präfektur Okinawa etwas lernen. Mit Bodenschätzen sind in
diesem Fall keine Materialien wie Wasser oder andere mineralische Rohstoffe
gemeint, sondern Gefäße oder Werkzeuge aus alter Zeit, die in der Nähe des
Shuri-Schlosses ausgegraben worden sind.
Eine
nette Frau hat uns in dem Center herumgeführt und uns einiges erklärt, wobei
wir in einem kleinen Aufgabenheft Fragen beantworten sollten. Spannend war auf
jeden Fall, dass die die ganzen Gegenstände früher hauptsächlich aus Muscheln
oder anderen Materialien, die das Meer zu bieten hat, hergestellt worden waren,
da Okinawa eine Insel ist. Die meisten der Gegenstände wurden auch an Küsten
der Insel gefunden.
Das ist der Eingang zum Center.
Hier der Name des Gebäudes. :)
Auf dieser Wandkarte waren alle Orte eingetragen, an denen man die Bodenschätze auf Okinawa gefunden hat. :)
Hier sieht man einige Gefäße, die aus Überresten neu zusammengesetzt worden sind.
Aus solchen Muscheln, wie man sie links sieht, wurden dann Accessoires oder Waffen hergestellt.
Bei diesen Gefäßen sieht man gut, dass sie aus alten Bruchstücken und neu angefertigten Stücken zusammengesetzt worden sind.
Ebenso wie diese Schalen. Die Teile mit dem Muster sind die Originalteile, der Rest wurde im Nachhinein angefertigt.
Das sind einige Pappschilder von Gefäßen, die sehr wertvoll sind. Das rote kleine Gefäß unten in der Mitte ist das teuerste von allen, da es karmesinrot lackiert ist.
Am
Ende sind wir in einen Raum gegangen, in dem wir einige Gefäße auch einmal
berühren durften und in dem man mithilfe von Puzzleteilen sich selbst daran
versuchen konnte, einen zerbrochenen Gegenstand wieder zusammen zu setzen. Danach
sind wir noch zu einem riesigen Haufen von Muscheln und Fischknochen gegangen,
den man vor dem Center bestaunen kann, ehe wir noch ein Abschlussfoto gemacht
haben.
Das ist der Eingang zum Raum, in dem wir die Gefäße anfassen konnten.
Hani (Koreanerin) versucht sich gerade daran, aus Bruchstücken eine Skizze zu zeichnen, die zeigt, wie das Stück original ausgesehen haben könnte.
Und hier die Gefäße, die man anfassen durfte. ^^
Viele Stücke wurden so auf dem Grund des Meeres gefunden. Sie steckten zwischen Sand und Muscheln.
Jemand hat das Puzzle erfolgreich zusammengesetzt! ^o^
Mukin (Chinesin) und Michael (Hawaiianer) versuchen ein anderes Stück zusammen zu setzen.
Und jemand hat dieses Stück zusammengesetzt.
Hier... hat jemand wohl aufgegeben. ^^"
Muscheln! ^^
Werkzeuge, die wie Fingernägel aussehen. :)
Das ist der Muschelhaufen vor dem Gebäude. :)
Es waren wirklich schöne Muscheln darunter. ^^
Ein cooles Bild von Mukin! ^.^o
Und unser Gruppenbild! ^^
Insgesamt
war es ein interessanter Ausflug und es war schön jemanden zu haben, der einen
ein wenig rumführt. Denn mit der Frau sind wir auch ins Lager und zu den
Arbeitsräumen in den Kellerräumen gegangen. :)
Freitagabend
bin ich dann mit Anna zu einem der Sportclubs hier an der Uni gegangen, da wir
dieses Semester ein wenig Sport machen wollen. Uns hat es zum Frauen-Fußball-Klub
gezogen, da wir von einer Schwedin, die vor Anna hier auf Okinawa war, erfahren
haben, dass dieser Klub toll sein soll. Und so sind wir am Freitagabend auch
einmal zum Klub hingegangen. Es sind nicht viele Mädels in dem Klub, aber sie
sind unglaublich nett! Der Trainer scheint auch ein lustiger Kerl zu sein und
nachdem sie erfahren haben, dass ich gerne Okonomiyaki esse, meinten sie
sofort, dass wir dann demnächst mal zusammen Okonomiyaki essen gehen!
Ahahahaha, das ist wirklich lieb! Freu mich schon darauf! :)
Zunächst
haben wir uns ein wenig aufgewärmt und ein paar Übungen mit dem Ball gemacht,
ehe wir anschließend gegen ein Team, welches aus ein paar Herren bestand, ein
kleines Minispiel gespielt haben. Anscheinend wird jedes Mal so ein Minispiel
veranstaltet. Es war sehr lustig, denn die Herren spielen allesamt nur zum Spaß
Fußball und erfreuen sich scheinbar daran, in der Freizeit ein wenig mit den
Mädels aus dem Fußball-Klub spielen zu können. Um jetzt aber keine
Missverständnisse hervorzurufen: Mit diesen Herren meine ich Männer mittleren
Alters und junge Männer, die Fußball nur zum Zeitvertreib spielen; also keine
älteren Herrschaften. ^^“
Die
erste Halbzeit haben wir gegen die Herren verloren, doch in der zweiten
Halbzeit haben wir 9:6 gewonnen! Yeah! ^.^o Es hat auf jeden Fall viel Spaß
gemacht und alle sind sehr nett. Es ist keineswegs verbissen oder gar ernst,
sodass selbst ein totaler Neuling wie ich mitspielen kann. ^^ Der Klub findet
jeden Mittwoch und Freitag statt, doch da Mittwochabends ja immer Sanshin-Kurs
ist, kann ich nur freitags hingehen, aber das ist völlig in Ordnung, meinte der
Trainer. Ich freue mich jetzt schon auf nächste Woche Freitag! ^^
Yeah, ich freu mich! (=´∇`=)
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