So, nach langer Zeit kann ich nun endlich den ersten Blogeintrag hier auf Okinawa schreiben. ^^ Da wir in den ersten Tagen überhaupt kein Internet zur Verfügung hatten, muss ich das nun jetzt in den nächsten Tagen nachholen. Ganbarima~su! (Ich gebe mir Mühe!) (*⌒∇⌒*)ノ
Fangen wir einmal beim Tag der Abreise an. Die Fahrt mit dem ICE von Düsseldorf zum Frankfurter Flughafen verlief gut, der Zug hatte keine Verspätung, sodass wir pünktlich in Frankfurt ankamen. Dort mussten Irene und ich dann erstmal schauen, wo wir unsere Koffer abgeben sollten. Dank neuer Automaten, an denen man sich registrieren muss und auf diese Weise sein Flugticket erhält, mussten wir erst einmal ein wenig rumexperimentieren, wie genau wir diese Maschinen nun bedienen mussten, aber am Ende hatten wir unsere Tickets... nun ja, zumindest ein Flugticket nach Osaka. Das Ticket von Osaka nach Naha hat uns der Automat nicht ausgespuckt. Warum er das nicht getan hat, wurde uns dann am Schalter erklärt, wo wir unsere Koffer abgeben konnten. Leider konnten die Koffer in Osaka nicht gleich in das nächste Flugzeug umgeleitet werden, sodass wir in Osaka also erst noch einmal unsere Koffer holen und dann wieder neu einchecken mussten. Und dabei würden wir dann auch erst unser zweites Flugticket erhalten.
So weit, so gut, das war schonmal geklärt. Als nächstes suchten wir uns den Weg zum Gate, an welchem wir auch ankamen, nachdem wir uns unterwegs noch einen passenden Adapter für Japan gekauft hatten und durch die Sicherheitskontrolle gegangen waren. Am Gate angekommen, besorgten wir uns noch etwas zum Trinken, da wir noch etwas mehr als eine Stunde bis zum Boarding Zeit hatten.
Eine kleinere Maschine der Lufthansa, aber zumindest wollte ich ein Bild von einem der Flugzeuge unserer Fluggesellschaft machen. ^^
Der Flug an sich war eigentlich ganz angenehm. Leider hatten wir die beiden mittleren Plätze in der mittleren Reihe, die aus vier Sitzplätzen besteht. Dafür hatte ich aber einen netten Japaner neben mir sitzen, der mir meine Laptop-Tasche in das Fach über unseren Sitzen verstaut hat. Warum müssen diese Fächer auch so hoch angebracht werden?!
Während des Fluges habe ich mir den Flug "Prakti-com" angeschaut und ich muss sagen, er war ziemlich lustig. Kann ich also nur empfehlen. :) Das Essen während des Fluges bestand aus einem Mittagessen und einem warmen Frühstück. Beim Mittagessen konnte man man zwischen einem japanischen und einem deutschen Menü auswählen. Natürlich haben wir zur Einstimmung auf Japan das japanische Menü gewählt. ;)
Schlafen konnten wir eher weniger während des Fluges, weil es einfach nicht sehr bequem in einer solchen Maschine ist. Kalt war es aber überhaupt nicht. Wir haben gleich zu Anfang jeder eine Decke und ein Kissen bekommen, doch zwischenzeitlich hab ich ersteres überhaupt nicht benötigt, da es warm genug war.
Ansonsten war der Flug wirklich gut, es gab so gut wie keine Turbulenzen, und wenn, dann waren sie kaum zu spüren.
Als wir dann nach etwas mehr als 10 Stunden Flug in Osaka ankamen, begann der Stress. Wir hatten zwei Stunden Zeit, um uns am Flughafen zu registrieren, unsere Koffer zu holen, neu einzuchecken, durch die Sicherheitskontrolle zu gehen und zum Gate zu gehen. Nun, es war eindeutig stressig, aber dank freundlicher Auskünfte von japanischen Mitarbeiterinnen auf dem Flughafen und beruhigenden Worten von ihnen, dass die Maschine sonst auf uns warten würde, gelangten wir letztendlicht rechtzeitig zum Gate, wo wir dann auch gleich schon in die Maschine einsteigen konnten. Dieses Mal flogen wir mit der japanischen Gesellschaft "All Nippon Airways", kurz: ANA.
Hier ein Foto von ein paar Flugzeugen von ANA.
Der Flug von Osaka nach Naha war ebenfalls sehr angenehm. Besonders toll waren die japanischen Fluglotsen, die mit ihren roten Leuchtstäben das Flugzeug von seiner Parkposition in die Position Richtung Startbahn lotsten. Nachdem die Maschine nämlich so stand, dass sie Richtung Startbahn rollen konnte, verbeugten die japanischen Männer sich vor der Maschine (sie standen an der Seite, an der wir am Fenster saßen) und winkten schließlich freundlich, als sich die Maschine langsam in Bewegung setzte. Zudem hat ANA noch eine wunderbare Erfindung, die ich bisher noch in keinem anderen Flugzeug gesehen habe: Es gibt einen großen Monitor, auf dem man beim Start und bei der Landung genau die Landschaft sieht, als wäre die Kamera an der Schnauze des Flugzeuges angebracht. Und während des Flugzeuges kann man auf dem Bildschirm das sehen, worüber die Maschine gerade fliegt; in unserem Fall: meist Wasser und Inseln.
Der tolle Bildschirm im Flugzeug1 *___*
Ein Blick aus dem Fenster auf Okinawa kurz vor der Landung. :)
Nach weiteren zwei Stunden Flug kamen wir schließlich in Naha an, wo uns gleich die schwüle Hitze entgegenschlug, als wir aus der Maschine stiegen. Ich muss aber sagen, dass der Flughafen in Naha wirklich schön ist. Überall stehen Kübel mit Blumen auf den Gängen, meistens sind es Orchideen.
Hier ist in der Mitte ein solcher Blumenkübel zu sehen.
Ein kleiner Einkaufsladen im Flughafen von Naha.
Ein Blick aus den riesigen Fenstern des Flughafens.
Liebe Oma, dieser Blumenkübel voller Orchideen würde dir sicher gefallen, nicht wahr? Mitbringen kann ich ihn leider nicht, aber ich habe zumindest ein schönes Foto für dich davonn gemacht. :)
Hier sind wir bei den Gepäckbändern, bei denen wir unsere Koffer abgeholt haben. Bei jedem Band stehen anderen Figuren. Es könnten Shiisa sein, aber sicher bin ich mir leider nicht. Shiisa sind soetwas wie eine traditionelle Dekoration auf Okinawa, die man überall hier auf der Insel sieht.
Nachdem wir schließlich unsere Koffer wieder hatten machten wir uns auf dem Weg Richtung Ausgang, wo uns bereits zwei Leute von der Universität hier auf Okinawa erwarteten. Freundlich wurden wir begrüßt und schließlich mit dem Auto zum International House gefahren. Da hier Linksverkehr herrscht, war es anfangs ein komisches Gefühl, auf der "falschen" Seite zu fahren, doch mit der Zeit gewöhnt man sich ein wenig daran. ^^°
Im International House angekommen, hatten wir gehofft, ein wenig Ruhe nach der langen Reise zu erhalten, doch zunächst sollten wir alle nötigen Unterlagen und eine kleine Anweisung zu eben diesen erhalten. Danach standen auch gleich unsere beiden Tutorinnen bereit, die uns halfen, unsere Koffer auf die Zimmer zu bringen.
Meine Tutorin heißt Rie und sie ist unglaublich lieb und nett. Wir kommen sehr miteinander aus. Vor allem weil sie auch japanische Dorama (japanische TV-Serien) liebt! *___* Außerdem hat sie bereits auch schon ein Auslandsjahr gemacht. Und zwar in Deutschland! Und dann auch noch an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf!! Sie kann daher auch etwas Deutsch und sie hat sich sehr gefreut, mich als Kouhai (Kouhai=Student/in, der/die im Vergleich zu einem anderen in einem niedrigeren Semester ist) zu bekommen, da sie ihr Deutsch auch noch einmal verbessern möchte.
Sie war so lieb direkt mit mir mit dem Auto zum Supermarkt zu fahren, um erstmal für die ersten Tage Getränke und etwas zum Essen zu besorgen. Das war sehr nett, da ich wirklich unglaublich Durst nach der langen Reise hatte.
Später am Nachmittag hatten Irene und ich dann erstmal ein wenig Ruhe und wir konnten uns ein wenig ausruhen und abends genüßlich ein leckeres Onigiri kaufen, die hier verdammt billig sind. :)
So, an dieser Stelle werde ich dann auch erstmal den ersten Eintrag beenden. Schon bald werde ich dann von weiteren Dingen berichten, wie das International House, mein Zimmer, die Uni und die Umgebung. :) Also, dann erstmal bis zum nächsten Mal! ≧(´▽`)≦
Mit Neugier und Interesse gelesen. Internet ist einfach toll. Viele liebe Grüße von uns allen.
AntwortenLöschenDankeschön! :) Es werden auf jeden Fall noch viele Einträge folgen. ^^
LöschenWow, so aufregend!!
AntwortenLöschenIch musste beim so sehr grinsen, weil ich mich so freue!
Unglaublich dass du jetzt wirklich da bist...
Gleichzeitig hab ich auch "fernweh" nach japan bekommen. Dafür freue ich mich aber auch umso mehr auf unseren besuch nächstes jahr und alle kommenden blogeinträge ^^
Ja, momentan ist wirklich alles noch sehr aufregend. Es gibt viel zu tun, aber so langsam lebt man sich ein wenig hier ein. ^^°
LöschenIch freue mich auch schon auf euren Besuch nächstes Jahr! Das wird sicherlich richtig toll! ^^